Politik braucht Weltoffenheit, im Großen und im Kleinen
Von anna. Gespeichert in Allgemein |Durch die Europäische Union, die einheitliche Wirtschaftspolitik und vor allem durch die Einheitswährung Euro hat Deutschland heute einen ganz anderen Status als noch vor 20 oder 30 Jahren. Ganz abgesehen davon, dass vor der deutschen Einheit hier und auch in ganz Europa noch ein Klima des kalten Krieges herrschte, wurde es bei all seinen politischen Entscheidungen stets mit kritischen Blicken aus den Nachbarländern Europas beobachtet. Heute ist Deutschland innerhalb Europas nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch ein Maßstab für Demokratie und Wirtschaftswachstum geworden.
Natürlich gab, gibt und wird es auch in Zukunft immer wieder soziale und gesellschaftliche Differenzen innerhalb Deutschlands geben, doch sollte sich jeder, der sich von der Gesellschaft benachteiligt glaubt, einfach mal einen Blick ins Ausland werfen. Kaum ein anderer Staat hat solch ein dicht geflochtenes soziales Netz wie Deutschland. Ein Hartz IV-Empfänger lebt hier tausendmal besser und sicherer als ein wohlhabender Bauer in Indien, im Kongo oder in Brasilien. Natürlich kann man sich von den staatlichen Zuschüssen keinen Urlaub in Tobago oder auf den Bahamas leisten, doch es gibt nicht wenige, die sich jährlich einen Urlaub an der Ostsee oder sogar am Mittelmeer gönnen.
Das soll jedoch auch nicht heißen, dass man sich mit den sozialen und politischen Verhältnissen hier abfinden sollte, nur weil man jeden Tag Tomaten aus Spanien, Mozzarella und Aceto Balsamico aus Italien und griechischen Wein genießen könnte. Wichtig ist, dass man bei seinen politischen Diskussionen auch mal den Blick über den Tellerrand, hinter das eigene Plissee-Rollo und auf die ganze Welt richtet, auf das von Unruhen und Kriegen zerrissene Afrika, auf die großen sozialen Gegensätze in Südamerika oder den von jahrtausendealten Strukturen beherrschten asiatischen Kontinent. Wer nicht aus seinem Fenster hinausdenken kann, hat heutzutage in der Politik nichts verloren!
Schlagwörter:Afrika, Euro, Europäische Union, Weltoffenheit, Wiedervereinigung, Wirtschaftspolitik
